Thursday, 12 July 2012

TV-Werbemarkt: So lief das erste Halbjahr


Das Fernsehen konnte im ersten Halbjahr vom positiven Werbemarkt profitieren. Die Unternehmen haben zwischen ein und zwei Prozent mehr Geld für TV-Werbung ausgegeben. Das berichtet W&V unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsinstituts Ebiquity in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

In der Brutto-Zwischenbilanz schneidet SevenOne Media, Werbevermarkter der ProSieben Sat.1-Gruppe, mit einem deutlichen Zuwachs ab. Insgesamt setzte der Vermarkter in den ersten sechs Monaten laut dem Forschungsinstitut Ebiquity 2,973 Milliarden Euro um. IP Deutschland hingegen, Vermarkter der RTL-Gruppe aus Köln, schloss laut W&V mit einem leichten Minus ab. Bei den Netto-Umsätzen bewegen sich die großen Sendergruppen weitgehend auf Vorjahrsniveau, heißt es Branchenkreisen.

Wie schon in den Vorjahren blieb RTL in der vergangenen TV-Saison unangefochtener Marktführer in der werberelevanten Zielgruppe der 14-bis 49-Jährigen. Im Schnitt hat RTL von Juni 2011  bis Juni 2012 einen Marktanteil von 17,2 Prozent bei den jungen Zuschauern erzielt. Doch der Marktführer musste im 1. Halbjahr auch kräftig Federn lassen. Seit drei Monaten laufen RTL die Zuschauer davon. Im Fußball-Monat Juni kamen die Kölner nur noch auf durchschnittlich 13,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Die letzten Staffeln alter Erfolgsformate wie "Wer wird Millionär", oder "Das Supertalent" erreichen nicht mehr die Quoten früherer Jahre. Ebenfalls leichte Quotenverluste mussten die Konkurrenzsender ProSieben und Sat.1. zum Vergleichszeitraum des Vorjahres hinnehmen. Beide Sender litten unter einem sehr schwachen Juni und der Fußball-EM, die von ARD und ZDF übertragen wurde.

Tuesday, 10 July 2012

Media-Analyse: Radioreichweiten steigen in allen Zielgruppen


Eine Woche vor der Veröffentlichung der Media-Analyse gibt es bereits erste Eckdaten zur aktu­el­len Radionutzung in Deutschland. Daraus resul­tiert, dass immer mehr Menschen Radio hören und auch die Reichweite in der jun­gen Zielgruppe wei­ter steigt.

Die Zahl der Personen, die täg­lich Radio hören, steigt in allen Zielgruppen an. Die Tagesreichweite wächst im Vergleicht zur Media-Analyse 2012 Radio I ins­ge­samt von 79,6 auf 80,2 Prozent. Die durch­schnitt­li­che Hördauer bleibt auf einem kon­stant hohen Niveau und beträgt täg­lich 199 Minuten – also 3 Stunden und 19 Minuten. Auch bei den 10- bis 29-Jährigen steigt die Radionutzung um 0,6 Prozentpunkte auf 72,1 Prozent. Somit kann der seit 2010 anhal­tende Aufwärtstrend in der jun­gen Zielgruppe wei­ter fort­ge­setzt wer­den. Aber auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen gewinnt das Radio zusätz­li­che Hörer: Hier steigt die Reichweite von 79,0 Prozent (ma 2012 Radio I) auf 80,1 Prozent. Spitzenreiter bei der Radionutzung blei­ben unver­än­dert die 30- bis 59-Jährigen Hörer. Die Reichweite ver­bes­sert sich von 84,3 auf 85,1 Prozent. Und auch die über 50-jährigen hören mehr Radio: Hier kann sich der Wert von 81,4 auf 81,7 Prozentpunkte steigern.

Insgesamt wur­den für die aktu­elle Media-Analyse 64.337 Interviews geführt, um die Reichweiten von 100 Hörfunksendern und 111 Vermarktungskombinationen zu mes­sen. Die detail­lier­ten Ergebnisse wer­den am 17. Juli veröffentlicht.

Quelle: radioszene.de

Tuesday, 5 June 2012

New campaign for Rádio Expres


Our friends of Rádio Expres have presented their latest campaign. Be one of the first to see the new posters…





…and watch the new TV spot.


Congrats once more to Rádio Expres for this cool campaign!




Thursday, 24 May 2012

Tape.tv will mit 5 Millionen Euro wachsen

Neue Investoren des Musikportals: Dario Suter, Christoph Maire


Tape.tv, das Streamingportal für Musikvideos, sammelt fünf Millionen Euro ein, um das Unternehmen international auszubauen und in neue Technologien investieren zu können. "Mehrere kleine Minderheitsbeteiligungen" gehen an DCM (Unternehmen von StudiVZ-Mitgründer Dario Suter), Christoph Maire (u.a. Plazes, txtr), Atlantic Capital Partners und den VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin. Tape.tv-Chef Conrad Fritzsch will das Portal zu der "führenden Musivideo-Plattform auf allen Devices" machen.

Vor kurzem hatte Fritzsch den Schritt in die Internationalisierung angekündigt - Tape.tv soll auch in England und Frankreich zu einer Marke für "Musikfernsehen der Zukunft" werden. Neben dem geografischen Ausbau haben Fritzsch und Mitgründerin Stephanie Renner das Ziel vor Augen, aus Tape.tv ein Paradebeispiel für SmartTV zu machen.

Zitat Fritzsch: "Unsere User sollen immer, überall und auf jedem Device perfekt unterhalten werden. Dafür streben wir die Verschmelzung von Internet und TV zu SmartTV an und erweitern dieses um eine kreative mobile Lösung für Fernsehen. Außerdem wird das neue tape.tv sozialer werden."

Fritzsch und Renner haben Tape.tv 2008 gegründet. Der Umsatz liegt nach eigenen Angaben bei 20 Millionen Euro brutto. Das Streamingportal erreicht ca. 3,4 Millionen Unique User. Im Juli ist ein Relaunch des Angebots geplant.

Quelle: http://meedia.de/internet/tapetv-will-mit-5-millionen-wachsen/2012/05/24.html

Wednesday, 2 May 2012

Broadcast Symposium in Berlin hebt Radio-Konferenzen inhaltlich auf ein neues Niveau

Über 200 Teilnehmer beim Symposium von bci, Brand Support und Foster Kent
Wenn Nachrichten schon mal als „poly­trau­ma­ti­sie­ren­der Break zu Beginn der Stunde“ bezeich­net wer­den und die Hörer „das Recht haben, sich nicht für uns zu inter­es­sie­ren“ – dann weiß der Zuhörer, er ist bei einem Radio-Symposium, wel­ches es so an Offenheit und Erkenntnisgewinn wohl sel­ten gege­ben hat.
Über 200 Radiomacher aus ganz Europa waren der Einladung von bci, Brand Support und Foster Kent gefolgt, um in Berlin über die Morningshow und deren Zukunft zu dis­ku­tie­ren. „Der Morgen macht den Tag“, hieß denn auch das Motto des Broadcast Symposiums.
Die Meinungen waren am Ende ein­hel­lig: „Für so viel Input hätte man auch locker zwei Tage anset­zen kön­nen“, war von vie­len Teilnehmern zu hören. Und Frank Salzbrenner, Senior Consultant & Partner von bci, konnte sich als Organisator nur anschlie­ßen: „Die Einblicke, die wir von den Machern der Top-Morningshows erhal­ten haben, waren unge­schminkt und ehr­lich. Insbesondere die direkte Aufeinanderfolge der 15-minütigen Powervorträge ließ tolle Vergleiche der Strategien und Philosophien zu“, so Salzbrenner.

(Bild: BroadcastSymposium2012/SGabsch)

„Zu wenig Innovationen“ – Georg Spatt (Ö3)
Die Diskussionsrunde der Programmchefs gro­ßer Stationen ver­lief uner­war­tet selbst­kri­tisch. Als Ö3-Chef Georg Spatt von sei­ner per­sön­li­chen Mid-Life-Crisis im Radio sprach und anpran­gerte, dass wir „als Branchenbeste viel zu wenig Innovationen bie­ten“, waren doch einige Zuhörer über­rascht, sehen doch viele Mitbewerber gerade die öster­rei­chi­sche Nummer Eins als eines der inno­va­ti­ven Radioprogramme. Doch mit die­sem Statement löste Spatt eine span­nende, tie­fer­ge­hende Eigenanalyse in Reihen der Senderchefs aus.
Erfolg als Problem für Innovationen und Weiterentwicklung – das hat Valerie Weber, Programmdirektorin von ANTENNE BAYERN, erfah­ren dür­fen. „Wir hat­ten so unfass­bar gute Imagewerte für alles: Musik, Moderation, Nachrichten – da denkst Du Dir, jetzt bloß nichts ändern und ver­harrst“, ver­riet Weber (seit­dem ein Hörerplus von 25 %).

Valerie Weber (Bild: BroadcastSymposium2012/SGabsch)
Valerie Weber

Wie stark Radio sich im Informationssektor am Morgen gegen Tablet-PCs und Smartphones zur Wehr set­zen muss – auch dar­über gab es unter­schied­li­che Meinungen. Für Thomas Jung, stell­ver­tre­ten­der Programmchef von  SWR3, gibt es jedoch nach wie vor für den gestress­ten Menschen am Morgen, für den schnel­len Über­blick neben­bei beim Aufstehen, im Bad, im Auto noch keine Alternative zum Radio: „Wir sor­tie­ren den Hörern die Nacht und den Tag, brin­gen gute Laune und die beste Musik“, sagt Jung. „Erst spä­ter grei­fen PCs, Smartphones und Tablets”.
So kam die Runde der Programmchefs zwar zu kei­nem ein­heit­li­chen Ergebnis, aber doch zu vie­len gemein­sa­men oder aber auch kon­tro­ver­sen Erkenntnissen.
„Unmittelbare Herausforderung für alle Radiomacher sei es, dem wach­sen­den Bedarf der Hörer nach mehr Authentizität und mehr Interaktivität nach­zu­kom­men“ sagte Christoph Pöschl, Consultant & Senior Partner bei Brand Support über Erwartungen und Trends aus der Hörerforschung.

Franky und John Ment Ment auf dem Broadcast Symposium 2012
Franky und John Ment auf dem Broadcast Symposium 2012

Studiohund „Bizkit“ und die Studiogarnelen „Links“ und „Rechts“
Nicht mit weni­ger stra­te­gi­schem Verstand, aber doch mit der Eigenheit von Morgenmoderatoren prä­sen­tier­ten acht Morgen-Teams ihre Sendung und die Grundidee dahin­ter. Dass nicht nur Radio ffn mit sei­nem Studiohund „Bizkit“ auf Tiere setzt, son­dern auch John Ment (Radio Hamburg) in Zukunft mit den Studio-Garnelen „Links“ und „Rechts“ ani­ma­li­schen Beistand haben wird, zeigt wie viel Spaß die Macher an ihrer Berufung haben. Doch auch in den Vorträgen der Morgenmoderatoren wurde deut­lich, dass Erfolg viel mit Liebe zum Beruf und zum Hörer, aber auch mit har­ter Arbeit zu tun hat.
Eine Prise Realismus („Die Hörer haben ein Recht dar­auf, sich nicht für uns zu inter­es­sie­ren!“, Robert Kratky, Ö3) war außer­dem bei allen Morgenmoderatoren zu erken­nen, was zusätz­lich die täg­li­che, inten­sive Suche nach Relevanz und geeig­ne­ten Präsentationsformen ankurbelt.

(Bild: Broadcast Symposium 2012/SGabsch)



















nhow Hotel - erst­klas­si­ger Think-Tank in krea­ti­vem Outfit
Auch die Location, das nhow Hotel in Berlin, nur einen Steinwurf von der East-Side Gallery ent­fernt und in direk­ter Nachbarschaft von Universal Music und MTV, sorgte bei allen Teilnehmern für ein posi­ti­ves Echo.
Das erste Musikhotel, mit eige­nem Zimmerservice für E-Gitarren, einem Schlagzeug in der Lobby und krea­ti­ver Farbgebung, stellte den per­fek­ten Rahmen für das Broadcast Symposium.

(Bild: BroadcastSymposium2012/SGabsch)

Kompakt, erhel­lend, humor­voll, kri­tisch, kon­tro­vers, erfri­schend offen und teil­weise mit ech­ter Stand-up Comedy (Denis Avdic, Radio Ena / Slowenien, bei der Präsentation sei­ner Show)  - das Broadcast Symposium 2012 hat bewie­sen, dass Diskussionen bei Radio-Konferenzen nicht an der Oberfläche blei­ben müssen.
Die Organisatoren, bci, Brand Support und Foster Kent, haben den von den Teilnehmern viel­fach aus­ge­spro­che­nen Wunsch nach einer Neuauflage im nächs­ten Jahr gerne ent­ge­gen genommen.

Quelle: http://www.radioszene.de/38040/broadcast-symposium-in-berlin-hebt-radio-konferenzen-inhaltlich-auf-ein-neues-niveau.html

Tuesday, 24 April 2012

SRG will sein englisches Angebot ‚World Radio Switzerland‘ einstellen

The Swiss Broadcating Corporation is considering shutting down WRS, its English-speaking radio. It would be a grave mistake writes François Nordmann in influential Swiss newspaper Le Temps.

“No other language has ever been spoken by so many people in so many places. A billion and a half people communicate in English on five continents. For 375 million of them, English is their mother tongue. For another 375 million, it’s their second language.
In the US, in India, in Great Britain, in many of the Commonwealth countries, English is the official language. It is the universal language of scientific research, of the business world, of sport, of air and maritime transport. English is the international language “par excellence”. A third of Europeans use it daily, a quarter of Swiss speak it. Technically speaking, Mandarin is the most widely spoken foreign language in the world, but it has a much more limited geographical footprint.
Transmitter of culture and of liberal values, paradoxically, English is subjected to a strange fate: there are more English-speaking people around the world who have learned the language – or who are learning it – than people for whom English is their mother tongue. And so, it is often this new English-speaking population which influences the way English evolves, sometimes to the very detriment of the quality of traditional English. In any case, the days when the expansion of English was perceived as cultural imperialism are long gone.
This factual reminder is necessary to cast the debate around World Radio Switzerland in its proper context. Is the Swiss Broadcasting Corporation right in questioning its place in public service, a place granted in 2007 by the Federal Council? Why now? Is this move the result of a weakening of the spirit of openness that so characterized Switzerland ten years ago? Is it a further sign that Switzerland is becoming more inward-oriented? Or a symbolic rejection of a language that deepens our ties with the rest of the world and that, even if it is not branded with the Swiss Made label, is the third most spoken language in this country?
Public service is a political set of principles defined by the Federal Council as a basic quality service whose access is guaranteed to all sections of the population at an affordable price, in all linguistic regions and according to identical conditions.
WRS’s audience is not limited to the Lake Geneva region. As a matter of fact, the station has more listeners in the Swiss-German part of the country than it has in western Switzerland, thanks to DAB distribution. WRS’s offer ought to be developed in German-speaking Switzerland by the addition of an FM frequency. The station’s mission goes well beyond what is included in its operating license. It talks simultaneously to an international audience, to Anglophones living both inside and outside Switzerland, and to Swiss listeners who study the language, use it at work and during their leisure time.
It offers programs that allow listeners to better understand the workings of Swiss politics, society and culture, as well as debates, news and information of a broader interest.
Actors of International Geneva, heads of multinational corporations and the English-speaking community in Geneva are not the only ones that WRS reaches.
Bern, Basel, Zurich, St Gallen also listen in and they should it make it known. Zurich which promotes English before French in its own schools…
The station has its own style; some quibble with its schedule, the interest of some of its programs, the music it plays, the fact that it airs news and information from its foreign public radio partners.
Others, in turn, see it as an opportunity to listen to news and information of universal value. And what about the educational aspect of the radio, stressed by the teachers who testify that they use WRS as a teaching tool for their students in Switzerland?
The SBC has to oversee the quality of its programs. That is part of its mandate. But to do so, it would be better not to throw the baby out with the bath water and not to confuse quality assurance with an abandonment of its public service mission.
Should the SBC disengage itself from WRS, it is an illusion to think that the private sector could step in and assume the SBC’s role. To exclude WRS from public service is to kill it. It would be irresponsible given the role of English in the world and in Switzerland. It would be irresponsible to willingly shut down such a source of information and culture, and to close an open window on Swiss politics, society and culture.
Even if the Board of Directors were to accept the existence of the station without committing itself to its development, the station would lose flavor and substance. If the Board thinks it is necessary to overhaul WRS, then fine. But without deciding to shut it down in the first place!
Not long ago, the Federal Council redefined its foreign policy priorities and focused on its relationships with our immediate neighbors. It specifically added Great Britain to that list, acknowledging the historical partnership between the two countries and recognizing how often Britain has come to the aid of Switzerland against the actions of such and such a neighbor. This is the wrong time to spectacularly cut ourselves off from Britain and from the “English-speaking people” so dear to Winston Churchill.”
(Adapted from French by WRS) © Le Temps, 2012