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Wednesday, 22 October 2014

What the BBC says about Vice News


The editor of BBC Radio 1's Newsbeat has admitted the corporation is playing “catch-up” with Vice News and that she is “shackled” by in-house technology that can take up to five hours to upload a video.

Louisa Compton said Vice News, one of the fastest growing channels on YouTube and part of New York-based Vice Media which has an audience of 130 million people a month, had taught the BBC’s news department lessons across the board.

“From a BBC point of view there is definitely an element of playing catch-up on Vice,” Compton told at the Radio Festival im Manchester. “There is no doubt about that. They have obviously cornered the market and doing something really really well that the BBC hasn’t been doing, across the board on BBC News."

“We shouldn’t feel threatened by it, we are all big enough to compete heathily alongside as many different platforms as possible."

“They have definitely taught us something and the BBC across the board is learning from that."

Asked if she felt shackled by corporation working practices, Compton, the former daytime editor of 5 Live who took over the Radio 1 news service in April, said: “I do feel shackled quite a lot of the time.”

“One of our biggest frustrations, which is part of a BBC issue and the platforms we use, is the time it takes to upload any video."

“You can put a video on YouTube in about five seconds. Sometimes it takes five hours just to upload a video on our platform. That is a great frustration.”

Compton has been tasked with spearheading the BBC’s switch to digital-first, using video, mobile and online to reach a 15- to 24-year-old audience who are switching off the radio in their droves.

Source: The Guardian

Tuesday, 2 July 2013

Webradio-Messung startet Anfang 2014

Es ist mehr als Zukunftsmusik: Die Taskforce IP Audio der agma bereitet die Messung von Web-Radios vor. Im Juli beginnt der Testbetrieb und bereits im Januar 2014 sollen erste Daten veröffentlicht werden. Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma) erklärt die Details: 

Das Medium Radio ist einfach und komplex zugleich. Für die Hörer ist es simpel: Man hört „seinen“ Sender, die Musik kommt aus einem Lautsprecher – das Empfangsgerät (ob klassisches UKW-Radio, PC, WLAN-Radio oder Smartphone) spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Auch die Nutzungsmessung ist vordergründig relativ einfach: Die ma Radio ermittelt diskriminierungsfrei die Hörerschaften von Radiosendern, unabhängig vom technischen Verbreitungsweg. Die differenzierte Erfassung der Radionutzung nach den einzelnen Empfangswegen jedoch stellt eine methodische Herausforderung dar. Nicht nur für die klassischen UKW-Sender, die alle als Livestream auch im Internet verfügbar sind (sogenanntes Simulcast), sondern vor allem, weil es im Internet eine Vielzahl sogenannter Web-Radios/Web-Channels gibt, die ausschließlich über diesen Verbreitungsweg zu hören sind.

Möglichkeiten der Web-Radio-Nutzung (Bild: agma)
Möglichkeiten der Web-Radio-Nutzung (Bild: agma)

Während die ma Radio die Medialeistung der UKW- und Kabel-Radios erfasst (modelltheoretisch von allen Sendern), ist aus Fallzahlgründen die umfassende Messung von Web-Radio ohne methodische Anpassung der ma Radio derzeit nicht möglich. Gleichzeitig besteht der dringende Wunsch – sowohl seitens der Werbewirtschaft als auch vieler Web-Radio-Anbieter – nach einheitlichen und vergleichbaren Leistungswerten. Dies ist die mittelfristige Zielsetzung von Simulcast- und Web-only-Anbietern für eine Mediawährung. Als erster Schritt gilt deshalb das Bestreben, einen einheitlichen Messstandard für Web-Radio zu entwickeln.

Dieser Herausforderung stellte sich die Ende 2011 von der agma eigens dafür ins Leben gerufene Taskforce IP Audio, in der neben Gremienmitgliedern von agma und MMC Vertreter von Web-Radios und -Vermarktern sowie des Bundesverbandes für Digitale Wirtschaft (BVDW) involviert sind. In der Zeit ihres Bestehens hat die Taskforce sowohl einen ersten Techniktest erfolgreich abgeschlossen als auch erste Konventionen für einen Messstandard auf Basis von Logfiles und damit Streaming-Abrufen entwickelt.

Im Juli 2013 beginnt die erste Phase eines Testbetriebs für den Regelausweis mit den Publishern/Channels, die bereits beim ersten Techniktest erfolgreich mitgewirkt haben. Die zweite Phase wird ab September weiteren Publishern und Channels die Möglichkeit zur Teilnahme bieten. Erste Messungen im Regelbetrieb sind für Januar 2014 geplant. Im Idealfall werden zu diesem Zeitpunkt auch bereits Messdaten (durchschnittliche Streaming-Abrufe, durchschnittliche Zugriffsdauern), zunächst auf Quartalsebene, später auch auf Monatsebene, für einzelne Angebote, Publisher, Channels und Vermarkter von Web-Radio veröffentlicht.

Auf dem Weg zur Festlegung und Etablierung eines einheitlichen Messstandards waren im Vorfeld viele Detailfragen zu klären. Soll eine logfile- oder pixelbasierte Messung zum Einsatz kommen, und, wenn ja, wie valide kann darüber gemessen werden? Welche technischen Bedingungen müssen die teilnehmenden Sender beziehungsweise Angebote erfüllen, um einheitlich und verlässlich gemessen werden zu können? Welche einheitlichen Konventionen für eine valide Erhebung und Ausweisung späterer Leistungswerte können festgelegt werden? Diese und weitere Fragen sollten in einem ersten Techniktest geklärt werden.

Die Taskforce IP Audio entschied sich dabei für eine Messung via Logfiles, da eine pixelbasierte Messung eine Reihe von Web-Radio-Angeboten ausschließen würde: So ist zum Beispiel eine Verpixelung bei WLAN-Radiogeräten nicht möglich. Was die Festlegung von Messkonventionen angeht, wurde festgelegt, wie beispielsweise mit sehr kurzen Streaming-Abrufen umgegangen werden soll, etwa Abrufen, die unter einer Minute liegen und eher als „technische“ Zugriffe von sogenannten Streaming Robots zu werten sind und aus Sicht der Taskforce daher ausgeschlossen werden sollen. Auch extrem lange Streaming-Abrufe, die sich zum Teil über mehrere Tage erstrecken, sollen eingeschränkt werden. So werden längere andauernde Abrufe auf 24 Stunden begrenzt. Orientierung boten hierbei bereits am Markt existierende Konventionen von Streaming- Dienstleistern.

Autorin: Christiane Korch (agma)

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma)

Thursday, 27 June 2013

Warum TV als Gemischtwarenladen nicht mehr funktioniert

Der Journalist Ralf Klassen über sein Blog OneTV

Seit einigen Wochen mischt der Ex-Stern.de-Macher Ralf Klassen in der Blog-Welt mit – und ordnet als Kenner der TV- und Bewegtbildszene mit OneTV die Veränderungen im Fernsehmarkt treffsicher ein. Der Journalist geht in einem Interview mit W&V Online auf seine Pläne für OneTV, auf die neuen Player im Bewegtbildmarkt und die Reaktionen der Alteingesessenen ein.

Herr Klassen, Sie verfolgen als ehemaliger Leiter Digital-TV bei Stern.de den Bewegtbildmarkt seit Jahren. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Blog über TV?

Natürlich. Das gute alte Fernsehen müht sich mit Neuem ab, die Dynamik der neuen Akteure im Bewegtbildbereich ist dagegen riesig, aber nicht immer zielgerichtet. Im Kern aber findet eine Revolution statt, die die gesamte TV-Landschaft radikal verändern wird. Mit meinem Blog OneTV möchte ich über diese Revolution des Fernsehens informieren, und dabei auch jene Enden zusammenfügen, die in den zwei Welten zwischen TV und Netz noch getrennt existieren. Und, das steht nun nach vielen Gesprächen in den vergangenen Monaten fest: OneTV wird sich erweitern zu einem Netzwerk von Produktionsfirmen, HiTech-Agenturen, Vermarktungsexperten und Kreativen, die die Digitalisierung vor allem auch als Chance für Neues verstehen. Wir beraten nicht nur, wir setzen auch um, denn auch dafür ist der Bedarf sehr hoch.

Sie vertreten die These "TV-Macher aufgepasst, eure Konkurrenz kommt aus dem Netz!" Wer ist gerade besonders gefährlich?

Bis vor fünf Jahren hatten wir beim Bewegtbildangebot in Deutschland ein ganz starres System, in dem sich einige wenige große Akteure mehr oder weniger kommod eingerichtet hatten. Das ist durch das Web und insbesonders YouTube vollkommen aufgebrochen worden. Die Nutzer, aber auch viele, vor allem junge Produzenten haben sich auf die neue Situation eingestellt. Aber die Sender hinken hinterher, obwohl die neue Konkurrenz immer mehr aufrüstet: Amazon hat ganze Web-Serien in Auftrag gegeben, mit Dreamworx produziert erstmals ein Major-Filmstudio für Netflix, die Kinopremieren großer Blockbuster werden in absehbarer Zeit online auf den Portalen großer Marken gestreamt werden. Und YouTube richtet auf der ganzen Welt Studios ein und stellt sie jungen Videomachern günstig zur Verfügung.

Wie bewerten Sie den Umgang der TV-Branche mit den Veränderungen?

Leider reagieren viele Manager immer noch mit einer gewissen Hybris, mit der die Digitalisierung auch in anderen Branchen aufgenommen worden ist. Erst hat es die Musikbranche erwischt, dann Print - und nun TV. Die Fernsehbranche sollte nicht, wie die Vorgenannten es lange Zeit getan haben, mit Arroganz an die neue Situation herangehen. Sicher, noch immer sind die Zuschauerquoten für das lineare Fernsehen groß, im Gegensatz zu den fünf- bis sechsstelligen Zahlen im Web oder bei den VoD-Angeboten. Aber alles zusammengenommen, raubt die Fragmentierung den Großen eben schon jetzt eine gewaltige Anzahl von Zuschauern. Die alteingesessenen Player im TV bleiben wohl erhalten, aber sie müssen dafür aktiver bei der Fragmentierung der Nutzerinteressen mitmachen. Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig, als Spartensender wie RTL Nitro oder ProSieben Maxx zu gründen, weil der große Gemischtwarenladen als einziger Kanal nicht mehr funktioniert.

Was raten Sie RTL und Konsorten?

Vor allem sollten die traditionellen TV-Akteure den Wandel zum Anlass nehmen, nicht nur eine technologische, sondern auch eine inhaltliche Neuausrichtung ihrer Programme anzugehen. Sehgewohnheiten und Zuschauerbedürfnisse haben sich fundamental verändert. Das On-Demand-Denken muss sich auch in der kreativen Leistung widerspiegeln. Auch beim Second Screen und im Social TV stehen die Macher des klassischen Fernsehens noch ganz am Anfang. All diese Umbrüche werden aber nur von einigen Wenigen in den Sendern verfolgt und vorangetrieben. Die große Masse, auch vieler TV-Kritiker übrigens, kämpft immer noch an uralten Fronten. Dabei ist zum Beispiel jede Diskussion über "Wetten, dass..?" doch längst überflüssig. Ob diese aus der Zeit gefallene Show mit wem oder wie auch immer nun zwei oder drei Millionen Zuschauer mehr oder weniger holt – das ist doch ein Nebenkriegsschauplätzchen angesichts des neuen Fernsehens.

Videoangebote finden sich allerorten – welches Medienhaus kann es besonders gut?

"Bild" macht das aus meiner Sicht nicht immer inhaltlich, aber strategisch sehr gut. Der Kauf der Rechte für die Bundesliga-Highlights für bild.de ist ein überaus kluger Schachzug und ein Durchbruch für das neue digitale TV-Geschäft, weil Springer die Phalanx der Bundesliga-Sender sprengt und sich als dritter Player im Markt positioniert – gerade jetzt, wo die mobile Nutzung von Videoinhalten so stark ansteigt. Spiegel Online zeigt gute Ansätze, könnte meiner Meinung nach aber noch mehr aus seiner Verquickung mit Spiegel TV herausholen, vor allem im multimedialen Bereich, in der Verknüpfung von Text, Bild, Grafik und Video. Und bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zeigt das ZDF immerhin konsequent den Willen zu Experimenten. Von der ARD kommt da ja gar nichts.

Apropos "Bild"-Familie: Wie bewerten Sie deren neues Bezahlmodell Bild Plus?

Das ist ein schwieriges Thema. Ich bin ein Anhänger der offenen Systeme und der Syndizierung. Eigentlich müssten sich Medien von der Denkweise verabschieden, dass sie Inhalte sammeln, sie dann hinter einer Aboschranke verstecken und darauf warten, dass der Nutzer schon kommt. Das gilt für Print und TV wie für Online. Die Medien müssten für ihre Inhalte stärker auch außerhalb ihrer eigenen abgeschlossenen Welt trommeln, sie aktiv an den Leser oder Zuschauer bringen, nicht nur bei Google News. Deutsche Verlage waren doch immer stark dank ihrer Vertriebsstrukturen. Aber wo bleiben jetzt die Ideen für den elektronischen Vertrieb?

Quelle: www.wuv.de

Wednesday, 6 February 2013

Second Screen & Co III - Neue Studie


Es ist wieder eine neue Studie zum Thema Second Screen erschienen:
http://www.fittkaumaass.de/services/w3breports/second_screen


 

 

 

 






Quelle Fittkau & Maaß Consulting: Mehr als jeder zweite User surft beim Fernsehen 

Fittkau & Maaß Consulting hat innerhalb des fünfwöchigen Befragungszeitraums der 35. Benutzer-Analyse W3B im Oktober/November 2012 über 100.000 Internet-Nutzer zu aktuellen Online-Themen befragt, darunter über 8000 Personen zum Thema "Second Screen".

Der Studie zufolge werden vier Fünftel der Internet-User ihrem Ruf als aktive Medien-Nutzer gerecht: 81 Prozent der Befragten haben am Vortag der Online-Umfrage ferngesehen. Doch bei den meisten von ihnen war dabei die Aufmerksamkeit für den TV-Bildschirm nicht ungeteilt: Mehr als 55 Prozent hatten zusätzlich einen zweiten Bildschirm, einen "Second Screen", vor Augen. Meist handelte es sich dabei um einen Laptop (52 Prozent), aber auch Smartphones (37) und Tablets (zwölf) spielen eine Rolle. Immerhin knapp 30 Prozent hatten parallel zum Fernsehen noch einen stationären Computer laufen.

"Mit beachtlicher Geschwindigkeit hat sich das Phänomen ‚Second Screen‘ und damit ein im wahrsten Sinne des Wortes multimediales Mediennutzungsverhalten etabliert. Dass bei der Mehrheit der fernsehenden Internet-Nutzer parallel ein zweiter Bildschirm aktiv ist, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass das TV-Gerät zum bilderwerfenden Möbelstück verkommt - schließlich haben sich die Nutzer aktiv für das Einschalten des einen wie auch des anderen Gerätes entschieden", so Fittkau & Maaß.


Die Aufmerksamkeit der Second-Screen-User ist indes geteilt: 49 Prozent sind nebenbei durch das Internet gesurft, 48 Prozent haben E-Mails bearbeitet. Gut ein Drittel war in sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs. Mehr als jeder Vierte hat parallel auf seinem Second Screen gespielt. Im Vergleich dazu ist die Online-Nutzung von Inhalten und Anwendungen, die mit einer laufenden TV-Sendung oder -Werbung zu tun haben, noch wenig verbreitet. Immerhin jeder Zehnte hat mit seinem Second Screen etwas getan, was mit der gerade laufenden Fernsehsendung zu tun hatte. Knapp zwei Prozent haben online etwas genutzt oder abgerufen, das mit einer TV-Werbung im Zusammenhang stand. Mitte Januar erst attestierte die Studie "Navigator Mediennutzung" des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media, dass der Second Screen die TV-Nutzung stark vorantreibt (s. auch unseren blog Artikel vom 22. Januar).

Was genau auf den parallel zum Fernsehen genutzten Second Screens stattfindet, ist von vielen Faktoren abhängig: Von der Nutzergruppe, dem eingesetzten Endgerät - und nicht zuletzt vom Wochentag. Während Werktags z. B. besonders häufig Mails bearbeitet werden, wird am Wochenende auf den Second Screens öfter gesurft und auf Facebook & Co. zugegriffen.
 
Quelle: www.wuv.de

Tuesday, 22 January 2013

Second Screen & Co II - Wie der Second Screen den Fernsehkonsum erhöht

Wie wir bereits im November 2012 berichteten, surfen bereits über drei Viertel der Internetnutzer im Web während sie fernsehen und fast jeder Fünfte tauscht sich dabei in Chats oder sozialen Netzwerken über das gerade laufende Fernsehprogramm aus.

Zu diesem Trend zum Multitasking bei der Mediennutzung liegen jetzt neue Studienergebnisse vor: Der Second Screen, die parallele Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter beim Fernsehen, treibt die TV-Nutzung stark voran.

Zu diesem Schluss kommt die Studie "Navigator Mediennutzung" des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media, wie auf wuv.de nachzulesen ist.

Im Kern weist die Studie genaue Zahlen zum Medienkonsum in Deutschland aus – und dieser nimmt weiter zu: Die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer hat sich in den vergangenen zehn Jahren um ein Sechstel auf 585 Minuten erhöht. Eine Präsentation der Studienergebnisse kann man sich auf der Website des Vermarkters herunterladen.

Das Fernsehen als Reichweitenmedium profitiert stark von der Parallelnutzung. Denn: "Viel-Surfer sind laut Studie meist auch Viel-Seher", so der Vermarkter.

Quelle: www.wuv.de

Wednesday, 19 December 2012

10 Dinge, die Journalisten mit ihrem Smartphone ausprobieren sollten


Fundstück des Tages auf journalist online

Über den Autor

Marcus Bösch arbeitet als Multimediajournalist und Dozent unter anderem für die Deutsche Welle. Er ist Autor des iPad-Buchs "Mobile Reporting" und hat das entsprechende Kapitel im Journalistenlehrbuch Universalcode geschrieben. Bösch betreibt das Blog mobile-journalism.com.

Gut drei Jahre ist es jetzt her. Da hat journalist-Autor Marcus Bösch für tagesschau.de zum ersten Mal mit einem Smartphone von der Bundestagswahl berichtet. Der Multimediajournalist findet, dass es auch für seine Kollegen an der Zeit ist, mehr mit den Handys zu experimentieren.

Der Mensch nutzt nur zehn Prozent seiner Gehirnkapazität. Wahrscheinlich haben Sie diesen Spruch schon mal gehört. Falls nicht, macht das nichts. Denn dieser Spruch ist falsch und wissenschaftlich widerlegt. Allerdings – und da bin ich mir relativ sicher – nutzen Sie als Journalist kaum mehr als zehn Prozent der Möglichkeiten Ihres Smartphones. Wissenschaftlich belegt ist das natürlich nicht. Aber Sie können es jetzt und hier testen. Anbei eine Liste mit zehn Dingen, die Journalisten mit einem handelsüblichen Mobiltelefon mit Internetverbindung mal ausprobieren sollten.

Auf die Schnelle einen O-Ton in die Redaktion schicken

Es musste alles ganz schnell gehen. Jetzt stehen Sie hier. Der Gesprächspartner ist in Sichtweite und kommt näher. Doch: Sie haben das Aufnahmegerät vergessen. Oder der Akku ist leer. Oder das Mikrofon hat einen Wackelkontakt. Es gibt zahllose Gründe, warum Sie das Gespräch jetzt nicht aufzeichnen können. 

Es gibt allerdings auch einen Grund, warum es doch klappt. Schauen Sie in die Hosen- oder Handtasche. Ihr Smartphone ersetzt nämlich nicht nur die Armbanduhr, sondern im Bedarfsfall auch Ihr Aufnahmegerät. Mit etwas Übung und der richtigen App brauchen Sie für die Aufzeichnung des Interviews nicht mehr als Ihr Handy. Vorbei sind die Zeiten, in denen Gesprächspartner irritiert auf unprofessionelles, weil kleines Equipment blickten.

Einfach das eingebaute Mikrofon ausrichten und auf Aufnahme drücken. Mit günstigen Programmen wie iSaidWhat für iPhones oder TapeMachine Recorder für Android-Geräte können Sie nicht nur den Eingangspegel einstellen, sondern auch schnell und einfach passende O-Töne freistellen und via E-Mail direkt an die Redaktion senden. 

Das machen bereits mehr Journalisten, als Sie glauben. Allein Radio Hamburg nimmt angeblich bei 90 Prozent aller Reportereinsätze sendefähiges Audiomaterial mit einem Smartphone auf.

Druckfähige Fotos machen und bearbeiten

Am 17. Februar 2004 veröffentlichte die New York Times auf Seite eins ein recht gewöhnliches Foto. Es zeigt die Unterzeichnung eines Dokuments von Vertretern zweier Telefonanbieter. Das einzig Ungewöhnliche an diesem Bild ist, dass es mit einem Mobiltelefon aufgenommen wurde. Das unspektakuläre Bild gilt als Meilenstein des Mobile Reportings. Auch Pulitzer-Preisträger Damon Winter beweist mit seiner auf dem iPhone aufgenommenen Fotoreportage über das 1. Bataillon der 87. Infanterie der US-Armee im Norden Iraks, dass der Fotograf und eben nicht das Equipment gute Bilder ausmacht. Er gewann 2010 den dritten Platz beim renommierten Pictures-of-the-Year-Wettbewerb. 

Inzwischen spielt es kaum noch eine Rolle, was für ein Gerät Sie benutzen. Entscheidend ist, dass die Qualität für das gewählte Verbreitungsmedium ausreicht. Nach dem Good-Enough-Prinzip reichen Smartphone-Bilder fast immer, wenn die Fotos online erscheinen sollen und es sich nicht um nachdrücklich herangezoomte Ausschnitte handelt. Mit verbesserter Kameratechnik wird es bald auch möglich sein, flächendeckend mit Telefonen druckfähige Bilder anzufertigen. Faszinierend ist die Möglichkeit, Bilder noch auf dem Gerät zu bearbeiten, anzupassen und zu optimieren. Neben Adobe Photoshop Express helfen zahlreiche Apps wie Snapseed, das Optimum aus einem Foto herauszuholen.

Zum Weiterlesen

Ein sendefertiges Radiostück produzieren

Um Radio zu machen, musste ich mir vor 15 Jahren ein kolossal schweres Gerät umhängen, danach in einem laborähnlichen Raum die braunen Tonbänder bis zur richtigen Stelle spulen, auseinander schneiden, beschriften, sortieren und wieder zusammenkleben, damit schließlich in einem Raum voller Maschinen der fertige Beitrag abgefahren werden konnte. Im Frühjahr 2010 habe ich mich im Wohnzimmer auf die Couch gesetzt, in mein Telefon gesprochen, die digitalen Tonspuren auf dem kleinen Bildschirm sortiert und an meinen Arbeitgeber, die Deutsche Welle, geschickt. Dem Sendetechniker habe ich natürlich nicht gesagt, dass ich meine fünfminütige Radiosendung inklusive eingespielter Originaltöne und einem Nachrichtenbett komplett auf einem iPhone 3G mit der damals erhältlichen App Monle produziert habe. An der Qualität des Audios hatte er aber nichts zu bemängeln. Die 107. Ausgabe der Sendung Blogschau ist meines Wissens die erste öffentlich-rechtliche Radiosendung, die nahezu komplett auf einem Telefon produziert wurde. Etwas hakelig ist das alles ganz sicher auf dem kleinen Bildschirm. Und ich würde das auch nie mehr machen, falls ein echtes Studio oder ein etwas größerer Bildschirm bereitstehen. 

Aber es geht. Und es ist sicher in einigen Situationen denkbar und sinnvoll. Eine Mehrspurschnittsoftware für das iPhone bietet zum Beispiel der Hokusai Audio Editor. Audioschnipsel ex- oder importieren lassen sich über die cloudbasierte Dropbox.

Zum Anhören
  • Die Blogschau-Sendung gibt es hier noch mal zum Anhören.

Eine Live-Schalte ins Fernsehstudio übertragen

Nick Garnett arbeitet als Reporter und Moderator für die BBC. Ende September schaltete er live von einem überschwemmten Bowling-Club im Nordosten Großbritanniens ins TV-Nachrichtenstudio der BBC. Daran wäre weiter nichts Ungewöhnliches. Es gehört zum täglichen Geschäft von Live-Reportern, dass sie direkt von unterwegs auf Sendung gehen.

Allerdings verschickte Nick Garnett seine Bilder diesmal mit einem Smartphone. Die Bildqualität ist nicht brillant, aber durchaus sendefähig. Am Anfang der Schalte gibt es zwar eine drei Sekunden lange Pause, aber das kommt auch schon mal vor, wenn Journalisten mit großem Equipment arbeiten. 

Garnett nutzt vor Ort die App Dejero LIVE+, die es ermöglicht, die Bandbreite der SIM-Karte mit einem WLAN zu koppeln. So klappt auch die datenintensive Übertragung von Live-Videos.

Und noch mehr Beispiele

Twittern

"Ich sehe da absolut keinen Wert drin." Gehören Sie zu den Kollegen, die sich Twitter einmal angeschaut haben, um die weitere Auseinandersetzung mit dem Microblog-Dienst dann kopfschüttelnd zu vertagen? Sie sind nicht allein. Zu Ihrer Verteidigung sei gesagt: Es gibt auch kaum eine Social-Media-Seite im gesamten Internet, die einen so schlechten ersten Eindruck macht wie Twitter. Einzig – wer sich über das Inhaltsleere und nutzlose Geschnatter aufregt, ist selbst Schuld daran und nutzt den Dienst nicht richtig. Denn Twitter funktioniert nur, wenn man Menschen oder Accounts folgt, die es einem wert sind. 

Wenn man als Journalist nicht gleich aufgibt und sich ein eigenes Kontaktnetz aufbaut, dann will man Twitter nicht mehr missen. Vor allem auf dem mobilen Endgerät, denn da kann Twitter zum täglichen Begleiter werden. 

Zum Weiterlesen
  • Der US-amerikanische Journalist und Dozent Steve Buttry listet in einem Posting zehn schlagkräftige Gründe für die Twitter-Nutzung von Journalisten auf. Neben exklusiven Quellen bei Breaking News, Follower-gestützten Recherchen und neuen Storyideen, spare Twitter Zeit und Ressourcen und biete eine exzellente Umgebung, um Inhalte zu teilen und weiterzuverbreiten.

Eine eigene Infozentrale anlegen

Bekommen Sie Ihre Nachrichten im Büro aus dem Agenturticker? Nun gut. Sie können zahlreiche Agenturen auch kostenlos direkt auf dem Telefon nutzen und unterwegs durchschauen. Sinnvoller ist aber sicherlich ein direkter und individueller Informationsmix aus mehreren Quellen. Ich empfehle dazu Apps wie Flipboard oder Feedly – Google Reader RSS

Bei Feedly handelt es sich um einen sogenannten Feedreader. Sie können sich interessante Quellen zusammenstellen, diese sortieren und automatisiert auf dem Gerät zusammenlaufen lassen. Die schlichte und schöne Benutzeroberfläche erlaubt es, Inhalte zu sortieren, zu markieren und direkt weiterzuverteilen. 

Flipboard bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Dienste wie Twitter, Instagram, Videos von YouTube und Audios von Soundcloud zu abonnieren. Flipboard funktioniert also nicht nur als multimediale, soziale Nachrichtenzeitschrift, sondern lässt sich auch zum Publizieren nutzen. Vielleicht versenden Sie aber auch nur eine Empfehlung per E-Mail. Zum Beispiel einen Themenvorschlag direkt in die Redaktion.

Multimediale Inhalte publizieren

Es war noch nie so einfach, Audios, Videos, Texte und Bilder zu publizieren. Eine der einfachsten Lösungen bietet derzeit der kostenlose Bloggingdienst Tumblr. Um einen neuen Blog bei Tumblr anzulegen, benötigen Sie lediglich eine E-Mail-Adresse und eine Idee für einen Namen. Falls dieser noch nicht vergeben ist, finden Sie unmittelbar nach der Anmeldung ihre eigene Seite unter der Adresse Wunschname.tumblr.com. Dank der sehr schlichten, aber mächtigen App (verfügbar für iPhone und Android) können Sie direkt Texte, Fotos, Links und Videos publizieren. Das ist genauso einfach, wie es klingt. Neben der Publikation dient Tumblr auch als soziales Netzwerk: Sie können Freunden oder Bekannten bei Tumblr folgen und deren Einträge "liken" und – mit oder ohne Kommentar – weiterverbreiten. Neben mehr als 70 Millionen Privatnutzern haben auch zahlreiche Medienanbieter Tumblr entdeckt. 

Redakionen bei Tumblr
  • Ende September hat die Redaktion von Zeit Online einen eigenen Tumblr-Blog gestartet. Hier geht's zum Blog und hier erklärt die Redaktion, was sie da eigentlich tut.
  • Im Oktober hat die Süddeutsche Zeitung den Tumblr-Blog Gefällt mir zum Phänomen Internet-Mem gestartet. Wieso? Weshalb? Warum? Erklärt Dirk von Gehlen hier.

Mal auf Geolokalisierung machen

Mein Telefon weiß, wo ich bin. Das kann man gut oder schlecht finden. Ändern kann man es nicht, denn sobald sich das Telefon via Sendemast einwählt, werde ich lokalisiert. Wozu man das nutzen kann, zeigt Zeit Online. Die Redaktion hat die Handydaten des Grünen-Politikers Malte Spitz in einer interaktiven Grafik visualisiert. Journalistisch nutzen kann man solche Geolokalisierungsdaten aber auch anders. 

Foursquare etwa ermöglicht es, sich an bestimmten Orten aktiv "einzuchecken". Warum ich das als Journalist machen sollte? Zum Beispiel um eine interaktive Reisereportage umzusetzen. Versehen mit kurzen Kommentaren und Fotos kann ich einen Städtetrip via Foursquare auf eine Karte bringen. Reisende können dann zu Hause oder bei Bedarf auch direkt vor Ort meine Anmerkungen lesen. 

Und bei der nächsten Reportagereise bin ich bestens ausgestattet. Die Explore-Funktion ermöglicht es, meine Umgebung nach Empfehlungen abzusuchen. Das macht das Leben des Reporters leichter, wenn er in einer fremden Umgebung schnell relevante Informationen, Ansprechpartner oder einfach nur ein gutes Lokal finden will. 

Und noch was zum Weiterlesen
  • Was Journalisten sonst noch von Foursquare haben, habe ich hier aufgeschrieben.

In die Luft gehen

Zugegeben, für Punkt neun brauchen Sie neben Ihrem Telefon noch weiteres Equipment. Und zwar einen Quadrocopter, eine Drohne aus dem Elektrofachhandel für rund 300 Euro. Das Gerät können Sie mit Ihrem Telefon in die Luft bringen, steuern und wieder landen. Warum das für Sie als Journalist interessant sein könnte? Nun, bereits die handelsübliche Drohne namens A.R.Drone hat eine eingebaute Kamera, die Bilder und Videos in hoher Qualität produziert. Die Drohne sendet sie live auf Ihr Smartphone – und Sie können die Bilder direkt nach der Landung auf dem Handy weiterverarbeiten. 

Einsatz finden könnte ein solches Szenario etwa nach einer Flut oder dem Zusammensturz eines Gebäudes. Also immer dann, wenn Journalisten mit ihrer üblichen Kamera nicht weiterkommen. Noch sind die Referenzbeispiele des sogenannten Drohnenjournalismus an zwei Händen abzuzählen, aber am Drone Journalism Lab der University of Nebraska in den USA forscht man hierzu. So könnten mit Sensoren bestückte Drohnen künftig Krisengebiete überfliegen. In Fukushima hätte man unmittelbar Karten mit gefährdeten Gebieten anfertigen können. Der Journalist Tim Pool hat die Occupy-Proteste mit seinem Telefon nicht nur live ins Netz gestreamt, sondern aus New York auch Bilder mit seiner Drohne geliefert. Er wollte zeigen, was die Massenmedien nicht liefern konnten. 

Und noch viel mehr zum Thema ...

Bonusaufgabe für Nerds

Sie haben die ersten neun Tipps überflogen, den Kopf geschüttelt und sich gelangweilt? Sie kennen das alles schon? Sie können das alles schon? Dann kommt hier Ihre Bonusaufgabe: Eifern Sie Matthew Haughey nach. Der ist Blogger und international anerkannter Nerd. Im Sommer 2012 hat Matt in einem Hotel übernachtet und sich über das nicht funktionierende Hotel-WLAN geärgert. Repariert hat er es dann mit seinem iPhone. Die Kurzzusammenfassung passte in einen Twitter-Post: "Hotel internet down. I scanned the network, found wifi router running port 80, logged in as admin/admin, rebooted, fixed. All on my iPhone."

Alle anderen können und sollen ihr Telefon natürlich auch weiter zum Telefonieren benutzen. Das kann man mit Smartphones nämlich auch.

Friday, 30 November 2012

Second Screen & Co – Trend zum Multitasking bei der Mediennutzung


Nicht nur auf den Medientagen in München konnte man in letzter Zeit viel über DEN aktuellen Trend hören: Über drei Viertel der Internetnutzer surfen im Web während sie fernsehen und fast jeder Fünfte tauscht sich dabei in Chats oder sozialen Netzwerken über das gerade laufende Fernsehprogramm aus (Quelle: Studie Goldmedia).

Auch DER SPIEGEL beschäftigt sich in Ausgabe 45 mit dem Thema digitaler Wandel und den Folgen für Medienunternehmen. Jenen eröffnen sich nämlich nicht nur viele neue Möglichkeiten der Hörerbindung, sondern auch der Marktforschung. So ehrlich, wie die Diskussionen auf Social Media Pages sind, so wichtig können diese für die Programmplanung und somit für den ganzen Marketing-Mix eines Fernseh- oder Radiosenders werden.

Interessant ist auch der Trend weg vom linearen Fernsehen Mediatheken, Sky & Co machen es möglich. Zeitversetztes Fernsehen mit einem so genannten Smart-TV wird bald zum Standard in jeder modernisierten Wohnung gehören.

Die Revolution betrifft natürlich nicht nur das Fernsehen, sondern alle klassischen Medien. Nachdem das E-Book in seiner Entstehungszeit noch verschmäht wurde, steigt der Absatz eben dieser elektronischen Bücher in 2012 um voraussichtlich 380% an.

Auch das Cloud-System erobert die modernen Kommunikationsmittel. Seine eigene Musik an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Geräten zu genießen wird in der jungen Generation als selbstverständlich angenommen.

Wir werden diesen Trend auf jeden Fall weiter verfolgen!

Thursday, 25 November 2010

Apple kills the Radio App – folgt Facebook?


Das App-Verbot von Apple kann im wahrsten Sinne zur Killer-Application von Radio werden. Zumindest verdeutlicht es zwei Punkte:

1) Das Image von Radio in der New Media Welt ist nicht besonders gut.
Wenn Apple Radioprogramme als ‚Spam‘ bezeichnet, ist das ein Imageschaden von unbeschreiblichem Ausmaß.

2) Bleibt Apple bei seiner Entscheidung, verliert Radio darüber hinaus seinen wichtigsten Touch Point zu den Meinungsführern an den iPhones.

Es geht primär um das Image einer ganzen Branche, die nicht verstehen will, dass sich mit einem schlechten Gattungsimage in Zukunft unter Umständen weniger Geld verdienen lässt als mit einem noch nicht ganz klaren Geschäftsmodell.

Umso wichtiger ist es deshalb, dass Radiosender beim Thema Social Media kurzfristig mehr Gas geben.

Facebook zum Beispiel bietet Radiosendern die einmalige Chance, die Kundenkommunikation zu verbessern und Glaubwürdigkeit bei Hörern und Werbern aufzubauen.

Ein Radiosender, der Facebook nicht als Verkaufskanal versteht, sondern als Quelle für Co-Creation mit den Hörern sowie als Touch Point mit Meinungsführern, schlägt drei Fliegen mit einer Klappe:

1) Hörergetriebener Content (überraschend, kreativ, glaubwürdig, hörernah, günstig)

2) Innovatives Branding

3) Marktforschung mit Fans (Feedback vom Hörer zum Programm)

Keep Going!!!

Wednesday, 15 September 2010

Broadcast Symposium 2010


The continuation of a tradition: bci & Foster Kent Broadcast Symposium on November 13 in Nürnberg!

bci and Foster Kent, the music production company from Salzburg (Austria) are starting the ‚autumn sound campaign‘ on the radio: Meeting point for an intense, creative and future-oriented exchange at the „Broadcast Symposium“ is November 13 in Nürnberg (Germany). With this event the bci Group and Foster Kent are continuing an established tradition.

The focus will be on new trends from the areas of ‘Acoustic CI’, ‘On Air Marketing’ and ‘New Media’. The Broadcast Symposium is specially tailored for the medium radio and the choice of all topics is based on the daily business at a radio station.

The event is addressed at all station managers, program directors and managers as well as heads of design.

The one-day symposium will create the right atmosphere for an intense exchange and discussions with speakers and colleagues. This event gives you the opportunity to get to know methods, techniques and tips and tricks of other ‘radio people’.

Don’t miss Jochen Lukas’ workshop “Data meets Creativity – Defining your perfect (music) positioning with research”. We hope to see you there!

Sunday, 16 November 2008

Radio.de is frustrating

Radio business is under pressure. In almost every conversation between radio broadcasters you can hear and feel the danger that comes from new media: Ipod, webcasts, lastfm, google are the key words for this decease that can make broadcasters jobless.

On the other hand radio could do much better in avoiding to loose influence on its audience.
One example:
Just try to setup a blog. There are a lot of so called 'widgets' means features you can put on your blog to make it more entertaining: video bars from youtube, music news from MTV, weather forecasts from CNN.

But if you simply try to find a radio widget you are lost. First option is lastfm. But like most other listeners you might just want to listen to your favorite radio station. So you try to find it. Finally in a secondary layer there is the option to choose 'radio.de'. It is a new service for listening to FM radio stations online.

You post it to your widget list. Looks as if it works. You are now searching for your station. It takes veeeerrrryyyy long to select stations. In the end your favorite station is not on the list. So you choose an alternative station. You finally start the blog again. Unfortunately the station could not be saved - you give up.

This is not the way radio should be represented on the Web 2.0.

If radio wants to stay attractive it should be available as easy as any other widgets.

(You can try it your on: radio.de is posted on the right side)