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Friday, 19 July 2013

Wie die "RTL II News" die "Tagesschau" abhängen


Zum ersten Mal in der Geschichte hat RTL II mit den "News" mehr 14- bis 49-Jährige erreicht als die "Tagesschau". Das Erfolgsrezept ist simpel – und auch für alle Radiomacher, die ihre News auf diese Zielgruppe programmieren möchten, interessant. Folgender Artikel von Antje Hildebrandt stammt von welt.de.

Sie sahen so zart und unschuldig aus. Doch sie provozierten einen Kulturschock. Welpen. Polizisten hatten sie auf der Autobahn bei Schweinfurt im Kofferraum eines Autos mit tschechischem Kennzeichen entdeckt. 78 Hundebabys, zusammengepfercht wie Sardinen in der Büchse.

RTL II hielt die Nachricht für so relevant, dass der Sender damit am 14. Juli seine 20-Uhr-"News" anteaserte. Die Bilder der tapsigen Hundebabys schafften es auf Platz zwei, nach der Meldung vom umstrittenen Freispruch des Todesschützen George Zimmermann in den USA, aber noch vor dem Seitensprung des Formel-1-Gewinners Sebastian Vettel: "Statt in einen Formel-1-Wagen steigt Sebastian Vettel in eine Seifenkiste."

Das wäre nicht weiter berichtenswert, wenn RTL II nicht wenige Tage zuvor, nämlich am 9. Juli, etwas gelungen wäre, was Feuilletonisten einen mittelschweren Kulturschock versetzt hat. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen hängte der kleine Privatsender die "Tagesschau" ab, zum ersten Mal in seiner zwanzigjährigen Geschichte. 720.000 Zuschauer schalteten die "RTL II News" ein, 50.000 mehr als den Platzhirsch im Ersten.

RTL II seit Jahren auf Erfolgskurs

Diese Meldung warf ein Schlaglicht auf einen Trend, der sich schon seit zwei Jahren abzeichnet. RTL II, im Feuilleton als Assi-TV verschrien, segelt auf Erfolgskurs. Während die große Schwester RTL und die anderen großen Privatsender unter Quotenschwund leiden, legt RTL II zu. Seit 2011 konnte er seinen Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen von 5,5 Prozent auf 6,6 Prozent steigern. 

Es entbehrt nicht der Ironie, dass zu diesem Erfolg ausgerechnet zwei noch junge Formate beigetragen haben, deren Protagonisten so aussehen, wie man sich die Zuschauer der "RTL II News" vorstellt: Großflächig tätowiert, verbal inkontinent und nur sekundär daran interessiert, was außerhalb ihres Mikrokosmos zwischen Mikrowelle und Muckibude passiert. Es geht um "Berlin - Tag und Nacht" und "Köln -50667".

RTL II verkauft diese Formate allen Ernstes als Soaps. Dabei sind es Geschichten von Laiendarstellern, die den Alltag in fiktiven Wohngemeinschaften simulieren. Sogenannte Scripted-Reality-Formate, also preisgünstig und nach Drehbuch produziert.

Vorlauf macht den Erfolg aus

Diese beiden Formate laufen direkt vor den "RTL II News", um 18 und 19 Uhr. Sie erreichen in Spitzenzeiten bis zu 1,74 Millionen Zuschauer und rekordverdächtige Marktanteile von bis zu 25 Prozent. Und bei RTL II macht man keinen Hehl daraus, dass die Nachrichten vom Erfolg dieser Sendungen profitieren. Nachrichtenchef Jürgen Ohls spricht von einem idealen Vorlauf.

Daraus jedoch darauf zu schließen, dass der Horizont der "News"-Konsumenten ähnlich beschränkt sei wie der der WG-Bewohner-Darsteller, sei ein Trugschluss. "15 Prozent der Zuschauer haben Abitur oder einen Hochschulabschluss", heißt es in der RTL-II-Pressestelle. Das Vorurteil, dass sich die 14- bis 49-Jährigen nicht für Politik interessieren, kann RTL-II-Nachrichtenchef Jürgen Ohls glaubwürdig ausräumen. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit im Süden Europas, Proteste in der Türkei, Bürgerkrieg in Syrien. Solche Themen seien für die jüngeren RTL-II-Zuschauer sehr wohl relevant, versichert er. "Es funktioniert aber besser, wenn jüngere Protagonisten zu Wort kommen."

Mit denen könnten sich die Zuschauer identifizieren. Die interessiere nämlich zum Beispiel mehr, wie es syrischen Jugendlichen ginge, denen eine Scud-Rakete in den Hof geflogen sei, als die Frage, welche Entscheidungsmuster dem syrischen Bürgerkrieg zugrunde liegen. Die, so sagt Ohls, könne man in der Kürze der Zeit ohnehin nur anreißen.

RTL II setzt auf eine einfache Sprache

Die "Tagesschau" und das "Heute-Journal" stehen vor derselben Herausforderung: Wie bricht man die wichtigsten Ereignisse des Tages so herunter, dass sie a) alle verstehen und der Zuschauer b) noch etwas erfährt, was er nicht schon längst aus dem Internet weiß?

RTL II setzt auf eine einfache Sprache, schnelle Schnitte, Musik als Untermalung für bunte Beiträge und auf den Nutzwert. Jürgen Ohls sagt, wenn der deutsche Innenminister keine neuen Erkenntnisse zu den NSA-Spähprogrammen von seiner USA-Reise mitbringe, gebe man den Zuschauern lieber Tipps, statt alle innenpolitischen Hustenreflexe zu kommentieren: "Wie kann man sich im Internet unsichtbar machen?"

Nachrichten für Junge, von Jungen gemacht. Dass die Redakteure im Schnitt Anfang bis Mitte dreißig sind, erleichtert RTL II den Brückenschlag zu seiner Zielgruppe. "Wir räumen mit dem Vorurteil auf, dass man graue Haare haben muss, um Nachrichten zu machen", sagt Ohls, 52, mit Blick auf die "Tagesschau". Die hat seit 1992 nicht nur die Hälfte ihrer Zuschauer, sondern auch den Nachwuchs aus dem Blick verloren. Auf die besonderen Bedürfnisse und Interessen von jungen Zuschauern geht der Platzhirsch kaum ein.

Unterschätzt RTL II die Jugendlichen?

Doch unterschätzt RTL II die Jugendlichen nicht, wenn der Sender den Anteil der Nachrichten aus der Politik auf ein Drittel reduziert? Fördern die "News" nicht die Fast-Food-Mentalität der Zuschauer, wenn sie die übrige Sendezeit mit Promi-News, Rührgeschichten von Hundebabys und PR-verdächtigen Clips für Platten und Kinofilme pflastern?

Jürgen Ohls steht zu dem Konzept. Er sagt, um die 14- bis 49-Jährigen zu erreichen, müsse man ein Netz mit einer anderen Struktur in das Meer von Nachrichten werfen. "Da bleiben nicht weniger, sondern andere Nachrichten hängen." Wohl wahr. Ein MTV-Award für Britney Spears hat es noch nicht in die "Tagesschau" geschafft. "Weltpolitisch", sagt Jürgen Ohls, "ist der nicht relevant." Ein letzter Seitenhieb auf die "Tagesschau": "Die Lottozahlen allerdings auch nicht."

Wednesday, 6 February 2013

Second Screen & Co III - Neue Studie


Es ist wieder eine neue Studie zum Thema Second Screen erschienen:
http://www.fittkaumaass.de/services/w3breports/second_screen


 

 

 

 






Quelle Fittkau & Maaß Consulting: Mehr als jeder zweite User surft beim Fernsehen 

Fittkau & Maaß Consulting hat innerhalb des fünfwöchigen Befragungszeitraums der 35. Benutzer-Analyse W3B im Oktober/November 2012 über 100.000 Internet-Nutzer zu aktuellen Online-Themen befragt, darunter über 8000 Personen zum Thema "Second Screen".

Der Studie zufolge werden vier Fünftel der Internet-User ihrem Ruf als aktive Medien-Nutzer gerecht: 81 Prozent der Befragten haben am Vortag der Online-Umfrage ferngesehen. Doch bei den meisten von ihnen war dabei die Aufmerksamkeit für den TV-Bildschirm nicht ungeteilt: Mehr als 55 Prozent hatten zusätzlich einen zweiten Bildschirm, einen "Second Screen", vor Augen. Meist handelte es sich dabei um einen Laptop (52 Prozent), aber auch Smartphones (37) und Tablets (zwölf) spielen eine Rolle. Immerhin knapp 30 Prozent hatten parallel zum Fernsehen noch einen stationären Computer laufen.

"Mit beachtlicher Geschwindigkeit hat sich das Phänomen ‚Second Screen‘ und damit ein im wahrsten Sinne des Wortes multimediales Mediennutzungsverhalten etabliert. Dass bei der Mehrheit der fernsehenden Internet-Nutzer parallel ein zweiter Bildschirm aktiv ist, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass das TV-Gerät zum bilderwerfenden Möbelstück verkommt - schließlich haben sich die Nutzer aktiv für das Einschalten des einen wie auch des anderen Gerätes entschieden", so Fittkau & Maaß.


Die Aufmerksamkeit der Second-Screen-User ist indes geteilt: 49 Prozent sind nebenbei durch das Internet gesurft, 48 Prozent haben E-Mails bearbeitet. Gut ein Drittel war in sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs. Mehr als jeder Vierte hat parallel auf seinem Second Screen gespielt. Im Vergleich dazu ist die Online-Nutzung von Inhalten und Anwendungen, die mit einer laufenden TV-Sendung oder -Werbung zu tun haben, noch wenig verbreitet. Immerhin jeder Zehnte hat mit seinem Second Screen etwas getan, was mit der gerade laufenden Fernsehsendung zu tun hatte. Knapp zwei Prozent haben online etwas genutzt oder abgerufen, das mit einer TV-Werbung im Zusammenhang stand. Mitte Januar erst attestierte die Studie "Navigator Mediennutzung" des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media, dass der Second Screen die TV-Nutzung stark vorantreibt (s. auch unseren blog Artikel vom 22. Januar).

Was genau auf den parallel zum Fernsehen genutzten Second Screens stattfindet, ist von vielen Faktoren abhängig: Von der Nutzergruppe, dem eingesetzten Endgerät - und nicht zuletzt vom Wochentag. Während Werktags z. B. besonders häufig Mails bearbeitet werden, wird am Wochenende auf den Second Screens öfter gesurft und auf Facebook & Co. zugegriffen.
 
Quelle: www.wuv.de

Tuesday, 22 January 2013

Second Screen & Co II - Wie der Second Screen den Fernsehkonsum erhöht

Wie wir bereits im November 2012 berichteten, surfen bereits über drei Viertel der Internetnutzer im Web während sie fernsehen und fast jeder Fünfte tauscht sich dabei in Chats oder sozialen Netzwerken über das gerade laufende Fernsehprogramm aus.

Zu diesem Trend zum Multitasking bei der Mediennutzung liegen jetzt neue Studienergebnisse vor: Der Second Screen, die parallele Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter beim Fernsehen, treibt die TV-Nutzung stark voran.

Zu diesem Schluss kommt die Studie "Navigator Mediennutzung" des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media, wie auf wuv.de nachzulesen ist.

Im Kern weist die Studie genaue Zahlen zum Medienkonsum in Deutschland aus – und dieser nimmt weiter zu: Die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer hat sich in den vergangenen zehn Jahren um ein Sechstel auf 585 Minuten erhöht. Eine Präsentation der Studienergebnisse kann man sich auf der Website des Vermarkters herunterladen.

Das Fernsehen als Reichweitenmedium profitiert stark von der Parallelnutzung. Denn: "Viel-Surfer sind laut Studie meist auch Viel-Seher", so der Vermarkter.

Quelle: www.wuv.de

Tuesday, 21 February 2012

Rating disaster for AC formats in the US – Alert for European AC?


The latest Arbitron Ratings from January 2012 are out.
PDs from AC stations in major cities in the US are facing massive drops in the ratings after X-Mas season.
Does the AC crisis affect the European markets as well?
We think yes!!!

Have a look.


New York, NY (#1)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
WLTW-FM
AC
11.5
7.1
WCBS-FM
Classic Hits
6.2
6.5
WHTZ-FM
Top 40/M
4.6
4.9
WKTU-FM
Top 40/M
4.4
4.4
WSKQ-FM
Tropical
3.9
4.2

Los Angeles, CA (#2)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
KFI-AM
Talk
4.5
4.8
KOST-FM
AC
8.5
4.8
KIIS-FM
Top 40/M
4.0
4.4
KBIG-FM
Hot AC
3.5
4.0
KPWR-FM
Top 40/R
4.5
4.0

Chicago, IL (#3)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
WGN-AM
N/T
5.0
5.4
WBBM-AM
News
5.2
5.0
WDRV-FM
Classic Hits
3.4
4.5
WVAZ-FM
Urban AC
4.6
4.4
WKSC-FM
Top 40/M
3.8
4.3
WTMX-FM
Hot AC
3.5
4.3

San Francisco, CA (#4)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
KCBS-AM
News
6.0
6.6
KQED-FM
N/T
5.9
6.1
KYLD-FM
Top 40/R
4.6
4.4
KMVQ-FM
Top 40/M
3.8
4.2
KMEL-FM
Top 40/R
3.9
4.1
KOIT-FM
AC
8.2
4.1

Dallas-Ft. Worth, TX (#5)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
KHKS-FM
Top 40/M
6.4
7.1
KVIL-FM
AC
7.4
4.9
KLTY-FM
Christian Cont.
4.3
4.7
KPLX-FM
Country
4.3
4.6
KZPS-FM
Classic Rock
3.3
4.5

Houston-Galveston, TX (#6)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
KBXX-FM
Top 40/R
7.0
7.0
KODA-FM
AC
12.0
7.0
KMJQ-FM
Urban AC
5.9
5.9
KSBJ-FM
Christian Cont.
5.0
5.8
KLTN-FM
Regional Mexican
4.8
5.7

Philadelphia, PA (#7)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
KYW-AM
News
6.7
8.1
WBEB-FM
AC
15.3
7.0
WDAS-FM
Urban AC
5.9
6.5
WOGL-FM
Classic Hits
5.5
6.2
WMMR-FM
Active Rock
4.6
5.5

Atlanta, GA (#9)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
WVEE-FM
Urban
9.1
9.8
WSB-AM
Talk
6.2
7.8
WALR-FM
Urban AC
7.3
7.1
WSTR-FM
Hot AC
5.2
5.4
WPZE-FM
Gospel
4.8
5.2
WWWQ-FM
Top 40/M
4.7
5.2

Nassau-Suffolk (Long Island), NY (#18)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
WALK-FM
AC
8.2
6.1
WFAN-AM
Sports
4.7
5.9
WHTZ-FM
Top 40/M
4.8
5.0
WAXQ-FM
Classic Rock
4.0
4.8
WBLI-FM
Top 40/M
4.5
4.5


Riverside-San Bernardino, CA (#26)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
KLYY-FM
Spanish Adult Hits
8.4
10.0
KRQB-FM
Regional Mexican
6.5
5.9
KOLA-FM
Classic Hits
5.7
5.7
KFI-AM
Talk
4.1
4.4
KFRG-FM
Country
4.6
4.4

San Jose, CA (#37)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
KBRG-FM
Spanish Adult Hits
7.5
6.3
KQED-FM
N/T
5.9
6.0
KBAY-FM
AC
7.6
5.9
KEZR-FM
Hot AC
4.4
5.5
KRTY-FM
Country
3.8
5.0
KSOL-FM
Regional Mexican
4.5
5.0
KYLD-FM
Top 40/R
5.4
5.0

Middlesex-Somerset-Union, NJ (#41)
January '12 ARBITRON
Hol 11
Jan 12
WMGQ-FM
AC
7.1
6.2
WKXW-FM
Talk
4.9
5.5
WPLJ-FM
Hot AC
4.9
5.5
WAXQ-FM
Classic Rock
5.1
4.9
WRKS-FM
Urban AC
4.1
4.6



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